Der
größte Teil des Karlsruher Geschäftslebens spielt sich in der
Innenstadt ab. Folgerichtig machten sich im Oktober 2007 und ein
zweites Mal im Mai 2008 jeweils 18
Schülerinnen und Schüler des Fichte-Gymnasiums daran, das
Stadtzentrum auf seine Fahrradfreundlichkeit zu überprüfen. Als Merkmal
für Fahrradfreundlichkeit diente ihnen die Zahl der Fahrradstellplätze.
Dabei gingen sie systematisch vor: In jeder Straße zwischen Europa- und
Kronenplatz, Kriegstraße und Zirkel identifizierten sie die Standorte
der Parkplätze und zählten sie. In einem zweiten Schritt notierten sie,
wie intensiv die Stellplätze von radelnden Einkäufern in Anspruch
genommen wurden.
Ergebnis:
Die Fußgängerzone in der Kaiserstraße, in der ein Fahr-, aber kein
Schiebeverbot für Fahrräder besteht, eignet sich kaum für
Radabstellanlagen. Dennoch wurden hier etwa 70 abgestellte Räder
gezählt. Kein Wunder, schließlich ist die Kaiserstraße die mit großem
Abstand bedeutendste Einkaufsgegend der Fächerstadt. Die
Fahrradparkplätze am Ein- und Ausgang der
Fußgängerzone sind sowohl quantitativ als auch qualitativ
(„Felgenkiller“) unzureichend. In den Nachbarstraßen sind
zahlreiche hochwertige Fahrradbügel zu finden, die sehr unterschiedlich
ausgelastet sind. Fazit: Dort, wo die größte Nachfrage nach
Fahrradbügeln am größten ist, lassen die Angebote am meisten zu
wünschen übrig.